Montag, 20. Februar 2012

Tausend Lichter Flammen auf, der Kreis ist geschlossen um mich tausende Fratzen, lachende, weinende.
Dieser Kreis läuft immer weiter ich ertrinke im Meer aus Hass schnappe nach Luft, nach Leben doch es bleibt mir verwehrt, die Kerzen werden nach einander ausgepustet, die Dunkelheit kommt schleichend näher..
Meine Lungen füllen sich mit Tod, um mich herum höre ich die Schreie der Grimassen, der Fratzen der Nacht die auf mich lauerten, jetzt haben sie was sie wollten, den Tod der sich in mich reingefressen hat und mir jetzt die Luft zum Atmen nimmt.
Im dunklen Meer versinke ich, Träume fliegen wie Vögel davon in eine Seele die dieses Leben vielleicht überlebt. Die blauen Adern laufen wie Flüsse meine Arme herunter überall sind narben von diesen Leben welches mich schon so lange auffrisst.
Die blauen Augen starr im Wasser versinkend.
Dieses Leben sehen wie es an einem vorbei huscht, wie es schon immer an einen vorbei gehuscht ist.
Nichts festhaltend können, neben der Spur im Hass versunken starr vor Angst, Jahre lang schon.
Das Herz irgendwo vergraben damit niemand einen wehtun kann.
Die stummen schreie aus meinem Mund verstummen, es steigen keine blasen mehr auf.
Der Tod hat mich erfüllt, ausgefüllt, ausgehüllt.
Dieses Leben macht mich schon Jahre lang müde und jetzt ist es so weit, ich lege mich zum Schlafen.
Es ist Dunkel, ich schließe meine Augen.
Ich sehe die Kindheit, die die ich nie hatte ich sehe dieses falsche lachen welches mich immer begleitet hat.
Die Natur war für mich immer ein Ausweg um von Zuhause weg zu kommen.
Ich werde größer und nun gibt mir nicht mehr die Natur halt, sondern der Alkohol und die Klingen.
Ich sehe die Nächte in denen ich geistlich flog als das Blut nur so floss und Handtücher rot färbte.
Ich bin müde, so unglaublich müde.
Dieses Kind welches ich mal war und welches ich jetzt sehe wird größer und immer Trauriger erfährt viele Enttäuschungen und ist immer alleine damit.
Ich spüre meinen Körper das letzte mal, ich spüre wie er vor Hass bebt als ich diesen Mann sehe, der Mann der mein Leben zerstört hat, jeden Tag der sich wie ein Wurm in mich reingefressen hat und mir meine Identität geklaut hat wie er meine Weltansichten ausradierte und mich beschrieb mit Lügen die ich ihm glaubte.
Ich wünsche ihm den Tod. Ich denke an meine Eltern wie sie so ziemlich alles falsch machten was man hätte falsch machen können. Aus Hass wird Trauer denn ich sehe die freien Stühle im Publikum, ich auf der Bühne alle sehen mich an, viele waren stolz auf mich, nur nicht die richtigen ich die Hauptrolle im Stück, im Leben ein nichts, ein Nebendarsteller 2ter Klasse nichts zu sagen und wenn nur ein Satz welcher nichts zum Stück beifügte. Eine Stimme von vielen, ungehört.
Ich war schon immer traurig habe mich jeden Tag mehr zerstört, weggegeben an den Tod mich in das Paradies verliebt und darin verlaufen, in dem Zyklus des langsamen Todes.
Des Sterbens auf Raten. Zu Wissen das man nichts verdient hat, das Leben nicht verdient hat.
Das Schneiden war Medizin um zu entkommen, ist Medizin und wird mich irgendwann befreien, ich wohne in einer wg ich habe regelmäßige Besuche in der Klinik, viele Betreuer die ihren Urlaub für mich Absagen weil sie Angst um mich haben, ich muss nicht mehr zur Schule gehen, ich habe schon tausende Therapie Gespräche hinter mir. Ich habe einen Jungen den ich so sehr liebe dass ich ihn nie gehen lassen will der bei mir steht und alles für mich tut. Trotzdem schreibe ich nachts Gedichte über meine Klingen und mein Blut, wie es sich auf meiner Haut anfühlt. Ich fange an zu weinen wen ich Bilder von früher sehe wie sehr ich mich verletzen konnte und es niemanden interessierte es sind Freudentränen ich will diese Zeit zurück ich vermisse sie jeden Tag, es ist eine Sucht geworden. Alles was du einmal kontrollierst kontrolliert irgendwann dich.
Es haben so viele Menschen Angst um mich und trotzdem will ich das mich die Klingen nie verlassen das sie bei mir bleiben für immer ich liebe sie zu sehr, brauche sie zu sehr ohne sie will ich sterben ohne sie könnte ich nicht leben sie sind mir alles wert, ALLES.
Die Sucht ist kein Teil von mir sie ist alles was ich bin sie füllt mich vollkommen aus und ich bin ganz ihr, habe ihr mein Herz und Seele versprochen und bin für immer ihr. Ich komme hier nie wieder raus.


‚‘Meike, das ganze Team macht sich sorgen, eine stationäre Behandlung in der Klinik wäre das Beste für dich wir können dein zerstörerisches verhalten nicht verantworten es ist zu viel für uns du kannst hier nicht bleiben.‘‘
-Nein ich gehe nach Hause
‚‘Du willst nach Hause? Warum du wolltest doch nie wieder zurück.‘‘
-Will ich auch nicht aber da kann ich mich zerstören es würde wieder niemanden interessieren dort könnte ich glücklich werden
‚‘Wir lassen dich nicht nach Hause‘‘
-Warum?
‚‘Weil wir wissen das es dann schon in diesen Jahr einen Grabstein mit dem Namen meike schefe drauf gibt.‘‘
-…den soll es aber geben

1 Kommentar:

  1. hast du tumblr gelöscht? kann dich nicht anschreiben. sorry, dass ich das jetzt hier auf blogger erledigen muss.

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