Samstag, 23. März 2019

LONELY MAN

Ungezählte Regentropfen 
prasseln gegen unbekannte Gegenden.
Unentdeckte Klippen frieren,
umhüllt von verschleiernden Wolkendecken.
Die Bedürfnisse von Wärme und Geborgenheit kündigen dass hereinbrechend der Nacht an. 
Die Sicht trübt sich, Wellen werden zu blanken Geräuschen.
Getier nur im Augenkontakt zu erspähen.
Wird genährt, Atemzug für Atemzug vom Licht, welches sich sekündlich vom Wolkenbett verschlingen lässt. 


Auftritt Leuchtturmaufseher 


Der Aufseher wacht über den Leuchtturm und dem schützenden Licht wie Poseidon oder Rasmus über die Strömungen seiner Meere, um Leben von Ort zu Ort zu begleiten. 
Seufzer stöhnt er aus
Winde hinterlassen Makel und Narben. 
Er haucht Atemwinde und verbraucht sich zugleich. 
Nachts weinen seine Augen Salznahrung
voller Stille und Verlangen..Es dürstigt ihn..
Umgeben von Meer verdurstet er. 
Der Leuchtturmaufseher, ein Mann der die tiefen der Meere im Gesicht trägt.
Augen.. von Falten gerahmte Gemälde.
Spröde, durstige Lippen und einen schier endlosen Bart 
verflochten wie Seestraßen.

...so wie die weite des Meere ist auch seinen Sehnsucht nach mehr Liebe auf diesen Breitengraden schier endlos.
Die Gezeiten vergehen wie die Jahre, auf seiner stetig tickenden Lebensuhr. Gedanken stürme wühlen dass innerste seines Kopfes auf..
Die Wellen schlucken genüsslich bissen für bissen, verdauen Stein und verborgene Schätze. 

...Die Küste verfällt...

Er hat viele Beschäftigungen, doch einsam ist er. 
Winde vermessen, verzeichnen und vorhersagen. 
Das Meer ist seine Feind und Liebschaft. Er sammelt angespülten Müll und ersehnt sich umgebe von Strandgut eine Flaschenpost. 
Mit einer Botschaft, mit feiner leserlicher Schrift, voller Hoffnung auf Abenteuer zwischen den Zeilen.
Ein Meer aus Seufzer und Gähnen. 
Wellen verfallen in eine tiefe Müdigkeit. 
Ein Meer voller Mitleid, Liedgesang von vergangenen Liebschaften und voller Tränen des Leuchtturmwärter.

Seine Salznahrung nährt das Meer, fallen die Tränen tief von der Brüstung des strahlenden Leuchtturms. Das Meer verschlingt den Beschützer der Lichter mit Seufzer, Gähnen mit lähmenden Hunger auf Hoffnung und Müdigkeit die einen in das Wellenbett lockt. 
Sie fressen einander sehnsüchtig auf. 
Der Vorhang fällt. 





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