Dienstag, 10. Januar 2012

Kein Zuhause – Neimals Zuhause

Wenn Schränke voller Erinnerungen leer stehen, obwohl die Erinnerung im Innenleben schlummert, mit ihren Krallen nach meinen klaren Verstand greift.
Um ihn zu erobern, um ihn zu besiegen um ihn mit der Angst und den Hass zu füllen die ich über Jahre hin in diesen Schrank gesperrt habe. In der Nacht habe ich sie schreien gehört, wie sie an den Türen kratzen und nach meinem Glück streben. Ich lag in meinem gemachten Bett und lauschte ihnen, weinte mit roten Augen und rote Tränen liefen mein Bein herunter. Aus Erinnerungen entstanden.
Haben mich krank gemacht, kalt gemacht, Tod gemacht, traurig gemacht.
Bin nun alleine mit den Schreien, in meinen Kopf, da ist kein klarer Verstand war nie, eingebildet.
Monster in mir und um mich herum spielen Lieder vom Versagen und vom leiden, locken einen in den Genuss ihrer Lieder damit sie über einen herfallen - die Erinnerungen, Kindheits- Trauma. Schläge in der Nacht.
Ewig nicht gelacht immer geweint immer gehasst, einsam im Herzen.
Gedanken werden zu viel, überschlagen sich und färben mein Herz schwarz.
Ich taumele zurück mit dem Rücken an die, jetzt leere vorher beklebte Wand und gleite langsam zu Boden. Die Beine angewinkelt, kopf nach untern, puren Hass aus den Augen weinen. Das kratzen unglaublich laut, die Schreie Gänsehaut zerreißend. Die Erinnerungen schmeißen sich gegen die Türen des Käfigs in meinen Kopf, in meinem Schrank. Sie brechen Schlösser auf und umkreisen mich mit ihrem Lied, mit ihren Erinnerungen die den Hass beschwört haben.
Hass auf diese Menschheit, auf diese Welt.
Man gibt sich ihnen hin ist vollkommen gefangen im Hass und Erinnerungen, spürt Stiche im Herzen und heiße Tränen doch das Lied könnte nie einen los lassen, der Hass ist verführerisch, eine Grazie mit weichen Gewand und blut geleckten Zähnen.

Man verliert sich.
Im ewigen Hass
In der ewigen Trauer
Im ewigen dahin dahinwandern
Man findet seine eignende kleine erbärmliche Person wieder, in Trümmern seiner selbst, am Boden liegend in Embryo Stellung.
Der Körper erhebt sich sanft und gleitend, wie ein Gewand doch das Herz ist so schwarz wie die grimasse des Teufels.
Irgendwas in einen Schreit ‚’steh auf’’ und man gehorcht ohne zu wissen wem oder was man gehorcht, irgendwem, egal, wird schon.
Man atmet tief ein und riecht den Abschied, man sieht sich im Zimmer um welches ausgeräumt da steht.
Mit Möbeln ohne Inhalt, kahle Wände die die Liebe nicht zulassen.
Unsicher setzt man einen Fuß vor den anderen der Blick auf die Tür gerichtet. Kurz vor dem Ausgang aus der Hölle hält man kurz inne und dreht sich um, blickt ein weiteres und letztes mal ins kalte Zimmer und es fällt einen schwer loszulassen,

aus Erinnerungen die einen fesseln, weil sie einen prägen.


Wen sich eine Tür schließt öffnet sich eine neue, war schön euch gekannt zu haben doch mein Zimmer ist leer und ausgeräumt und meine Reise geht weiter, ich habe keine Ahnung ob es dort wo ich hingehe besser wird, ob es je besser wird aber ich würde es wohl nie erfahren wenn ich nicht endlich die alte verstaubte Tür hinter mir schließe und nach vorne sehe, denn es gibt noch viel zu sehen. Ich kann den Hass und die Schmerzen der Jahre nicht vergessen, sie haben mich geprägt aber dafür kann ich lernen mit ihnen umzugehen und das Leben wieder zu genießen.

1 Kommentar:

  1. Ich wünsche dir Kraft, einige Koffer davon, damit deine Reise gelingt..

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