Dienstag, 26. April 2011

Dein Atem ist kalt als du mich umarmst, alles was ich spüre ist eine eisige Kälte und ein dünnes Spindelgewirr deine Umarmung hat nichts mehr von Geborgenheit und Wärme nein, sie ist kalt, wie deine Liebe. Du sitzt auf deinen Bett um dich herum stehen tausende Teller und Verpackungen, du siehst auf und schaust mich mit deinen rot verheulten Augen an sie fragen mich wieso du so bist wieso du so geworden bist warum es alles so kommen musste du merkst das ich keine Antwort weiß und du wendest den Blick ab, du siehst auf alle Verpackungen um dich und wieder rollen dir Tränen aus den Augen du senkst deinen Blick und er bleibt an deinen Händen haften die völlig verschmiert sind mit allem was man essen kann deine Lippen formen immer wieder das Wort >Versager< du fängst an zu schreien, schmeißt die Teller an die Wand und auf den Boden schaust mich an und fragst mich immer wieder warum du es nicht verstehst warum du es nicht hin bekommst wieso du dein eigener Feind bist warum dich niemand verstehen kann, wieso niemand so fühlt wie du. 
nein, ich verstehe dich nicht aber ich weiß wie du dich fühlst weil ich du bin.
Antworte ich leise.
weil ich du bin, weil ich du bin wiederholst du immer wieder 
weil ich mein eigener Feind bin, 
weil ich du bin 
Du stehst auf gehst auf mich zu deine Schwarze Haare hängen dir in dein Gesicht
du prügelst auf mich ein, ermordest mich. 
Weil man seine Feinde vernichten muss, 
weil ich du bin
weil du ich bin.

3 Kommentare:

Sei nicht stumm,
erzähl mir was.